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10 Tipps zum richtigen Saunieren

Gerade im Winter erfreut sich die Sauna großer Beliebtheit, denn in dem kalten und rauen Klima wird das Immunsystem schwer beansprucht. Ein Dampfbad kann aber wahre Wunder bewirken, denn die Hitze beim Schwitzen reinigt den Körper und stärkt die Abwehrkräfte. Dies ist aber nur dann der Fall, wenn der Saunagang auch richtig absolviert wird. Schon kleine Fehler können den gegenteiligen Effekt auslösen und zu einer heftigen Erkältung führen. Zu diesem Zweck sollen hier 10 wichtige Tipps folgen, die alles beinhalten, was man in einem Dampfbad unbedingt beachten muss. Wer alles richtig macht, den erwarten ein hohes Wohlbefinden und eine tief gehende psychische Entspannung. Dabei kann man noch die gesellige Runde in der Kabine genießen.

Sauna Reinigung und Pflege

Um die Athmosphäre in einer Sauna zu genießen, muss sie sauber und gepflegt sein, nur dann kann das Erholung und Relaxen vom Alltag gelingen.

Tipp 1: Hervorragend bei leichtem Sport geeignet

Wer gerne schwimmt oder Übungen wie Yoga absolviert, kann davor ruhig einen Besuch in der Sauna planen. Der heiße Dampf und das ausgiebige Schwitzen werden den Körper ideal auf die Bewegung vorbereiten und für eine entspannte Muskulatur sorgen.

Allerdings ist dies nur dann der Fall, wenn das folgende Training nicht zu hart ausfällt. Schwere Übungen wie zum Beispiel Gewichtheben oder Laufen, können den Kreislauf aus dem Gleichgewicht bringen und auch zu einem Versagen desselben führen. Dies kann auch in einer vorübergehenden Bewusstlosigkeit enden. Daher sollten Kraft- und Ausdauersportler lieber mehrere Stunden verstreichen lassen, bevor sie sich auf den Weg in die Sauna machen.

Hinweis: Eine Ausnahme besteht hier für Athleten, die im Dauertraining begriffen sind. Deren Körper ist für gewöhnlich ideal für starke Belastungen ausgelegt und auch ein Saunabesuch wir hier sogar von vielen Sportärzten empfohlen.

Tipp 2: Durchfrieren und Sauna sind keine gute Kombination

Der Winter ist eisig und der Aufenthalt im Freien kann schnell dazu führen, dass der Körper ordentlich auskühlt. Die Hände werden klamm und fühlen sich taub an, die Füße frieren furchtbar und eventuell zittert man auch am ganzen Körper. Nun ist der Gang in die Sauna genau das Richtige. Aber wer das annimmt, der liegt absolut falsch, denn der Gang in die Sauna kann unter diesen Umständen sogar Probleme verursachen.

Der plötzliche Wechsel zwischen kalt und heiß kann zu schweren Kreislaufstörungen führen. Das Herz wird unter solchen Umständen extrem belastet, denn der plötzliche Wärmeanstieg kann in der Regel nicht so schnell kompensiert werden, wie dies erforderlich wäre. Daher kann bei vorbelasteten Personen sogar ein Herzinfarkt möglich sein. Besser ist es, wenn man unter solchen Bedingungen ein heißes Bad nimmt oder sich eine warme Dusche gönnt. Diese erwärmt den Körper langsam und sorgt für einen ausgeglichen Stoffwechsel. Erst danach sollte man den Gang in die Sauna in Erwägung ziehen.

Hinweis: Die aufwärmende Dusche kann auch in der Sauna selbst erfolgen. Allerdings sollte man sich danach etwas Zeit nehmen und auch den Ruheraum aufsuchen. Hier kann sich der Körper von der Kälte erholen, sodass man im Nachhinein ideal auf den Aufenthalt in der Kabine vorbereitet ist.
Wichtige Tipps für den Sauna Besuch für Einsteiger

Wichtige Tipps für den Sauna Besuch für Einsteiger

Tipp 3: Krankheit und Sauna – Nur unter Umständen verträglich

Krankheiten sind nicht nur unangenehm, sondern belasten auch den Organismus sehr stark. Das Immunsystem läuft jetzt auf Hochtouren, um den Erreger zu beseitigen. Ein Gang in die Sauna gilt allgemein aber als förderlich für die Abwehrkräfte, sodass ein Besuch doch nichts Falsches sein kann? Diese Aussage trifft aber nur bedingt zu.

Als erster Grundsatz gilt, wer allein und ohne sich großartig anstrengen zu müssen, in die Sauna gehen kann, der kann den Besuch auch unternehmen. Bei einer einfachen Erkältung ohne Fieber kann diese sogar wunder bewirken, wenngleich dann aber gilt, dass sich der Besucher von den anderen Gästen lieber so fern wie möglich halten sollte. Der heiße Dampf wird die Schleimhäute anregen und sorgt somit dafür, dass die Verbreitung des Erregers gestoppt wird. Wer allerdings bereits unter Fieber oder einer erhöhten Temperatur leidet, der hält sich besser von der Sauna fern, denn hier kann die große Hitze zu einer falschen Regulation der Körperwärme führen, was dann ein erhebliches Unwohlsein verursacht. Die Symptome können sich in diesem Zusammenhang sogar noch verschlimmern.

Tipp – Hilfestellung und Tipps für Sauna Anfänger.

Hinweis: Niemals sollte der Besuch einer Sauna bei akuter Grippe oder einer anderen schweren Erkrankung in Erwägung gezogen werden. Dies kann zum völligen Versagen des Kreislaufes führen, sodass eventuell sogar der Einsatz des Notarztes erforderlich werden kann.

Tipp 4: Finnische Sauna und Dampfbad zur Stärkung, Bio-Sauna für die Entspannung

Vereinzelt wird neben den unterschiedlichen Angeboten zu Dampfbädern und der bekannten finnischen Variante, auch die Bio-Sauna angeboten. Doch hier gibt es definitiv erhebliche Unterschiede, die der Anwender unbedingt kennen muss.

So sind die finnische Sauna sowie norwegische Dampfbäder ideal dafür geeignet, um die Abwehrkräfte zu stärken. Die Hitze öffnet alle Poren und sorgt dafür, dass der Körper gereinigt wird. Durch das Schwitzen werden Giftstoffe ausgeschwemmt und der Lymphfluss angeregt. Dies sorgt dafür, dass der Körper sich auch von schädlichen Substanzen reinigt, die eventuelle durch die Umwelt oder die Nahrung aufgenommen wurden. Hierdurch wird das Immunsystem entlastet, denn die Hitze sorgt auch für eine verstärkte Schleimbildung, sodass Erreger und Bakterien abgetötet werden.

Die Bio-Sauna hingegen hat nicht diesen Effekt. Hier sind die Temperaturen deutlich niedriger, sodass nicht der selbe Effekt des Schwitzens eintritt. Daher werden Abwehrkräfte nur marginal beeinflusst, die Wirkung kann aber vernachlässigt werden. Allerdings hat diese Form des Saunierens einen positiven Einfluss auf die Psyche, denn es wird ein tief gehender Entspannungszustand erzeugt, der letztlich für einen erholsameren Schlaf und eine ausgeglichene seelische Lage sorgen kann.

Hinweis: Beim Gang in die Bio-Sauna kann im Vorfeld ruhig Kraftsport betrieben worden sein. Auch kann das Essen deutlich deftiger ausfallen, als bei einem richtigen Dampfbad. Dennoch sollte es mit fetthaltiger Nahrung nicht übertrieben werden, da der Organismus auch bei geringer Temperatur negativ reagieren kann.
Wie oft in die Sauna gehen

Wie oft in die Sauna gehen

Tipp 5: Abtrocknen sorgt für den richtigen Effekt

Bevor man die Sauna betritt, ist in der Regel eine Dusche Pflicht. Diese soll den Körper nicht nur reinigen, sondern auch die Haut entfetten, damit sich die Poren besser öffnen. Doch wer sich nach dieser Vorbereitung nicht richtig abtrocknet, wird in der Sauna eine kleine Überraschung erleben.

Durch die Wassertropfen auf der Haut wirken diese nämlich wie eine kühlende Schicht. Sie senken die Temperatur deutlich, sodass der Körper nicht sofort nach dem betreten anfängt, zu schwitzen. Vielmehr kann es mehrere Minuten dauern, bevor der Organismus, soweit erhitzt ist, dass die ersten Schweißtropfen beginnen, zu fließen. Da ein Aufenthalt in der Kabine für gewöhnlich nur rund 15 Minuten dauert, geht hier kostbare Zeit verloren. Daher sollte ein umfassendes und richtiges Abtrocknen das Erste sein, was nach der obligatorischen Dusche geschieht.

Tipp – Wie oft man in die Sauna gehen sollte.

Hinweis: Zum Abtrocknen wird am besten ein Mikrofaserhandtuch verwendet. Dieses zieht das verbleibende Wasser auch den kleinsten Poren, sodass kein noch so dünner Feuchtigkeitsfilm auf der Haut zurückbleibt.

Tipp 6: Trinken in Mengen und Maßen

Jeden ist sofort eine klar: Der Gang in die Sauna entzieht dem Organismus Flüssigkeit. Die Menge ist dabei nicht einmal so gering wie man denken mag, denn bis zu zwei Liter gehen hier schon verloren. All diese Flüssigkeit muss dem Körper später auch wieder zugeführt werden. Allerdings stellt sich hier die Frage, wie dies am besten geschehen sollte.

Natürlich gibt es kein besseres Getränk als reines Wasser. Die in ihm enthaltenen Mineralien und Spurenelemente gleichen nicht nur den Flüssigkeitshaushalt wieder aus, sondern führen dem Organismus auch wichtige Salze. Salz geht vor allem über den Schweiß verloren, was auch der Grund dafür ist, dass dieser einen salzigen Geschmack aufweist. Die verlorene Flüssigkeit sollte aber nicht gleich in rauen Mengen konsumiert werden. Dies könnte den Körper eher schocken, was im schlimmsten Fall zu heftigen Magenschmerzen und einer deutlichen Übelkeit führen kann. Kleine Mengen über eine gewisse Zeit verteilt, ergeben wesentlich mehr Sinn. Auch Fruchtsäfte oder isotonische Getränke können helfen, das verlorene Wasser zu ersetzen. Nur dürfen diese nicht über zu viel Zucker verfügen, denn dies würde die Verdauung stark belasten.

Hinweis: Auf keinen Fall sollten eiskalte Getränke eingenommen werden. Diese können sofort zu einer Verstimmung des Magens führen und einen echten Schock auslösen. Der Organismus ist nach der Sauna tatsächlich ein dehydriert, sodass Flüssigkeit stets Zimmertemperatur haben sollte. Auch lauwarme Getränke können empfohlen werden.
Der Saunagang fördert die Gesundheit

Der Saunagang fördert die Gesundheit

Tipp 7: Keinen Alkohol oder aufputschende Getränke vor und nach der Sauna

Alkohol ist keine Lösung, dies weiß jeder. Im Besonderen trifft vor einem Gang in die Sauna zu, denn hier kann dieser Giftstoff zu einigen Problemen führen. Gleiches gilt übrigens für Kaffee und schwarzen Tee, wenngleich auch nicht im selben Maße. Dennoch sollte auch, bei deren Konsum entsprechend Maß gehalten werden.

Da es sich bei Alkohol um ein Alkaloid – also ein Gift handelt – muss dieses in der Leber abgebaut werden. Zuerst muss die Verdauung es aber dorthin befördern. Unter dem Einfluss großer Hitze wird der Magen-Darm-Trakt aber sehr träge, wenn es um die Verarbeitung von Nahrung und anderen Stoffen geht. Somit wird der Alkohol wesentlich langsamer an den Blutkreislauf abgegeben, als dies für gewöhnlich der Fall wäre. Dies kann zu Übelkeit und Magenbeschwerden, bis hin zur Bewusstlosigkeit führen. Noch schlimmer, kann vielleicht nicht mehr unterschieden werden, ob die Nebenwirkungen vom Alkohol stammen oder aber durch zu große Hitze verursacht wurden. Auch bei Kaffee und schwarzem Tee ist Vorsicht geboten. Das enthaltene Koffein und Tein kann ebenfalls den Magen belasten und treibt zudem den Blutdruck in die Höhe. Für einen Besuch in der Sauna keine idealen Voraussetzungen.

Hinweis: Noch ein Wort zum Alkohol: Dieser ist dafür bekannt, dass er dem Körper zusätzlich Flüssigkeit entzieht. In einer Sauna kann das Maß daher vollständig überschritten werden, was im schlimmsten Fall zu einem versagen des Kreislaufes führt.

Tipp 8: Auf Duschgel bei der ersten Dusche verzichten

Sich nach der Sauna ordentliche vom Schweiß zu befreien und den Körper auf eine normale Temperatur zu bringen, ist von maßgeblicher Bedeutung. Allerdings sollte hierfür bei der ersten Dusche nach dem verlassen der Kabine kein Duschgel verwendet werden. Dies kann nämlich der Haut durchaus schaden.

Der Grund hierfür liegt darin, dass die Poren der Haut sehr weit geöffnet sind. Duschgel hat aber die Eigenschaft, denn natürlichen Fettfilm zu entfernen. Geschieht dies direkt in den Poren, so wird der Haut Feuchtigkeit entzogen, was dann zu einem starken Austrocknen führen kann. Hierbei kann die Haut anfangen zu Schuppen, sodass dringend eine Feuchtigkeitscreme genutzt werden sollte. Wer allerdings die erste Dusche ohne Shampoo nimmt und erst später darauf zurückgreift, wird erleben das seine Haut wunderbar geschmeidig wird, denn der Fettfilm konnte sich erholen, und somit einen effektiven neuen Schutz aufbauen.

Hinweis: In jedem Fall sollte auf alle Shampoos und Cremes verzichtet werden, die einen hohen Grad an Alkohol besitzen. Dieser entzieht der Haut noch mehr Feuchtigkeit, sodass die Austrocknung noch weiter beschleunigt wird.
In der Saunakabine saunieren

In der Kabine mit dem richtigen Aufguss schwitzen

Tipp 9: Vorsicht bei Aufgüssen

Aufgüsse können sehr angenehm wirken. Bei ihnen wird Wasser mit einer Mischung aus natürlichen Kräutern oder ätherischen Ölen auf heiße Steine gegossen. Dies erhöht die Temperatur noch weiter, was kurzzeitig zu einem heftigen Schwitzen führt. Hierbei werden die Wirkstoffe durch die Haut absorbiert und sorgen für ein allgemeines Wohlbefinden. Allerdings ist dies nicht immer der Fall.

So kann ein Aufguss gerade bei Anfängern Beschwerden auslösen. Da der Organismus noch nicht an solche Umstände gewöhnt ist, kann es hier zu einer enormen Belastung des Kreislaufes kommen. Wer sich bei einem Aufguss also unwohl fühlt oder mit Übelkeit zu kämpfen hat, der sollte die goldene Regel brechen und die Sauna trotzdem verlassen, obwohl die Tür während der Aufgüsse verschlossen bleiben muss. Auch können die enthaltenen Duftstoffe zu intensiv sein, sodass hier Kopfschmerzen die Folge sein können. Auch in einem solchen Fall sollte die Kabine verlassen werden, bevor sich eventuell eine Migräne entwickelt.

Hinweis: Bevor zum ersten Mal eine Sauna besucht wird, sollte nachgefragt werden, ob Aufgüsse stattfinden oder nicht. Wer sich über die Verträglichkeit nicht sicher ist, der sollte lieber auf einen Saunagang verzichten. Auch bei erfahrenen Nutzern kann fragen nicht schaden, denn werden Inhaltsstoffe verwendet, von denen der Anwender weiß, dass er sie nicht verträgt, sollte ebenfalls von einem Betreten der Kabine abgesehen werden.

Tipp 10: Das richtige Essen muss es sein

Wer eine Sauna besuchen will, der sollte auch das Richtige zu sich nehmen. Dabei spielt das Essen in diesem Zusammenhang eine bedeutende Rolle, denn die Stabilität des Kreislaufes hängt maßgeblich von der Art der Ernährung ab. Doch was ist gut und worauf sollte vor dem Saunieren unbedingt verzichtet werden?

In jedem Fall ist fettreiches Essen zu meiden. Dieses belastet den Körper enorm, denn sowohl der Magen als auch der Darm müssen eine Menge Energie aufwenden, um das Fett aufzuspalten. Dies kann den ganzen Organismus träge werden lassen, was unter dem Einfluss der Hitze in der Sauna noch verstärkt werden kann. Hier kann dann der Kreislauf versagen, was im schlimmsten Fall bis zu einer Ohnmacht führt. Auch zu viel Zucker tut nicht gut, denn dieser beschleunigt den Herzschlag und den Blutdruck, was zu einer Überlastung des Herzens führen kann. Auch in einem solchen Fall kann der Kreislauf im schlimmsten Fall versagen oder es kann starke Übelkeit auftreten.

Hinweis: Eine noch schlimmere Kombination ist fettreiches Essen in Verbindung mit Alkohol. Unter solchen Umständen ist der Gang in die Sauna vollständig zu meiden. Hier sollte sich lieber ein heißes Bad gegönnt werden, anstatt den Körper mit den extremen Temperaturen in einem Dampfbad zu überlasten.

Auf ein entspanntes und erholsames Saunieren

Wer diese Ratschläge beachtet, der kann sich in der Sauna zurücklegen und einfach nur wohlfühlen. Der heiße Dampf wird den Organismus stählen und zu einem ausgeglichenen und erholten Geist beitragen. Somit sei allen ein entspannter Aufenthalt in der Sauna gewünscht.


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